Woche 13: Square Enix Café, Silvester und Neujahrstraditionen

28. Dezember 2016

Heute war ich bei der Tokyo Station um mich mit einem Schüler zu treffen.

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Ich habe gehört, dass Tokyo Station vom Hauptbahnhof in Amsterdam inspiriert wurde und das Gebäude deshalb so europäisch aussieht.

Es gab auch einen alternativen Entwurf von einem deutschen Eisenbahningenieur. Der Entwurf wurde aber abgelehnt, weil er zu japanisch aussah. Schade…

29. Dezember 2016

Heute war ich mit Baj im Square Enix Café. Square Enix ist ein Videospielentwickler. Sie haben zum Beispiel Final Fantasy und Kingdom Hearts gemacht.
Baj ist ein großer Final Fantasy Fan, deshalb wollten wir uns das Café mal angucken.

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Drinnen wurden viele Final Fantasy Figuren ausgestellt und auch dieser Kristall? Ich kenne mich nicht aus mit FF, deshalb habe ich keine Ahnung, was das hier ist.

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Und da es ein Café ist, gab es auch etwas zu essen. Ich habe Karamell-Pancakes gegessen. Natürlich mit einem Square-Enix-Charakter drauf.

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Und Baj hat Schoko-Pancakes gegessen.

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Und ein Foto von Baj, wie er ein Foto von mir macht.

Es war ein süßes Café und ich finde es in japanischen Cafés immer schön, wie viel Mühe sie sich geben, dass das Essen und die Getränke nicht nur gut schmecken, sondern auch hübsch aussehen.

30. Dezember 2016

Heute war ich in einem der beiden Aquarien in Shinagawa.

Ich habe zum ersten Mal eine Delfin-Show gesehen und obwohl ich mir noch nicht sicher bin, was ich ethisch darüber denken soll, war es doch beeindruckend zu sehen, was die Delfine alles können. Ich würde auch gerne wissen, wie ihnen die Tricks beigebracht werden, das kann ich mir irgendwie kaum vorstellen. Die Trainer können ihnen die Kunststücke ja nicht vormachen.

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Aber man hört ja immer wieder, dass Tiershows, Aquarien, Zoos und generell alles Tierquälerei ist. Vielleicht sollte man einen Zoo oder ein Aquarium eröffnen, in dem man nur Tiere aufnimmt, die aufgrund irgendeiner Krankheit oder ähnlichem nicht mehr in freier Wildbahn leben können.

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Das Aquarium selbst war aber sehr schön und jetzt zu Weihnachten und Silvester war es besonders geschmückt mit vielen Lichteffekten und -shows.

31. Dezember 2016

Heute ist der letzte Tag von 2016 und glaube ich bin froh, dass das Jahr vorbei ist. Es war zwar nicht alles blöd, zum Beispiel bin ich ausgezogen und habe ich zum ersten mal “alleine” gewohnt und habe mir meinen Traum erfüllt nach Japan zu gehen, aber dominiert wurde 2016 doch eher von der Uni und Ungewissheit. Aber jetzt kommt 2017 und da ich einen Großteil von 2017 an meinem liebsten Ort auf der Welt verbringen werde, bin ich zuversichtlich, dass 2017 besser werden wird.

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In Japan ist es Tradition zum Start ins neue Jahr Soba-Nudeln zu essen. Das sind Nudeln aus Buchweizen und man kann sie warm oder kalt essen. So wie wir sie gegessen haben dippt man sie in die braune Soße und isst sie dann.

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Danach waren wir in einer chinesischen Bar und haben noch ein paar Snacks gegessen und getrunken. In der Bar waren zwei Frauen die zwischen den Tischen durch gegangen sind und währenddessen Querflöte und Geige gespielt haben. Das muss mal einer nachmachen…

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Am Abend bin ich mit einem Freund wieder nach Yokohama gefahren. Wir haben uns um zwölf Uhr das Riesenrad in Minatomirai angeguckt. Mir wurde gesagt, dass es ein Feuerwerk geben soll und ich habe mich schon total gefreut, weil Silvester in Japan eigentlich nicht so groß gefeiert wird, nur ruhig in der Familie. Als wir dann in Minatomirai waren wurde ein Countdown auf dem Riesenrad eingeblendet und alle haben ganz laut gemeinsam bis 12 Uhr runtergezählt und dann…… NICHTS. Auf dem Riesenrad stand 0 Uhr und die Lichter sahen ein bisschen nach Feuerwerk aus, aber von einem echten Feuerwerk war weit und breit keine Spur. Alle haben sich einfach ein frohes neues Jahr gewünscht und sind nach Hause gegangen. Das war jetzt der erste größere Kulturschock für mich. Kein Feuerwerk an Silvester. Keine große Party an Silvester. Früh schlafen an Silvester. Daran muss ich mich gewöhnen… Aber hier gehört Feuerwerk zum Sommer. Soweit ich gehört habe, gibt es im Sommer ständig Feuerwerke zu den ganzen Sommerfestivals. Dann warte ich mal geduldig…

Dafür haben aber einige Japaner ihre gepimpten Autos rausgeholt und sind damit auf den Straßen rumgefahren. Ein kleiner Trost. Sowas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen.

1. Januar 2017

Happy Birthday, Papa!

In Japan machen fast alle Geschäfte zum ersten Januar eine “Wundertüte”. Auf Japanisch nennt sich das Fukubukuro. Angefangen hat es damit, dass die Geschäfte ihre Regale leeren wollten um Platz für Neues zu schaffen. Sie haben dann Tüten mit allen möglichen Sachen gefüllt und sie sehr viel günstiger angeboten, als der eigentliche Wert war. Die Kunden kannten den Inhalt der Tüten aber nicht, wie bei einer klassischen Wundertüte. Die Fukubukuro sind aber so beliebt, dass viele Geschäfte jetzt extra Sachen nur für diese Tüten produzieren, die dann sozusagen limitiert sind. Die Tüten werden von Klamottenläden, Schmuckläden, Elektroläden, Drogerien etc pp angeboten. Man sieht sie überall und sie sind schnell ausverkauft, weil der Wert der Sachen immer so viel höher ist als der Preis der Tüte.

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Ich habe mich heute auch auf die Suche nach den Tüten gemacht und bin um 11 Uhr Mittags aus dem Haus gegangen. Für Deutsche ist das wahrscheinlich früh an Neujahr, aber für Japaner ist das eigentlich schon zu spät und die ganzen guten Tüten sind weg. Ein paar habe ich aber doch noch gefunden und auch mitgenommen.

2. Januar 2017

Eine andere japanische Tradition zu Neujahr ist, zum Tempel zu gehen und für das neue Jahr zu beten. Die ganz Hartgesottenen gehen am ersten Januar, aber da soll es so voll sein, dass man sich wirklich kaum bewegen kann. Deswegen bin ich heute zum Tempel gegangen.

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Wir sind nach Asakusa gefahren um dort zu Tempel zu gehen, aber zuerst gab es Thunfisch auf Reis. Sehr, sehr lecker.

Obwohl wir einen Tag später zum Tempel gegangen sind, waren trotzdem unfassbar viele Menschen da. Gehen konnte man nicht, man wurde eher von der Menge Richtung Tempel getragen.

Vor dem Tempel standen dann Securityguards, die immer nur eine bestimmte Anzahl an Menschen in den Tempel gelassen haben. Das hat erstaunlich gut geklappt.

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Die Sicht vom Inneren des Tempels auf die wartenden Menschen.

Nachdem man aus dem Tempel rauskommt, findet man viele Essensstände auf dem Gartengelände. Ich hätte gerne alles probiert, aber es war einfach zu viel.

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Allerdings habe ich das hier probiert. Den Namen weiß ich leider nicht mehr, aber es hat hauptsächlich süß geschmeckt und war sehr klebrig. Aber viel, viel besser, als ich erwartet hatte.

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Das hier ist Dango. Ich glaube, es sind einfach drei Mochi am Spieß und die Soße kann man wählen. Wir hatten Süßkartoffel und Rote-Bohnen-Paste.

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Danach sind wir noch ein bisschen in der Gegend spazieren gegangen. Ich mag Asakusa und Umgebung sehr gerne.

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Der Skytree bei Nacht. Hübsch, obwohl ich vielleicht den Tokyo Tower noch schöner finde.

Am Abend bin ich mit meinen Mitbewohnern Subeen, Bamba und Chansol zum Karaoke gegangen.

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Den Japaner neben Chansol kannten wir nicht. Der kam nur zufällig in unsere Tür und hat sich dann dazu gesetzt.

Chansol kann auch gut singen, ich weiß nicht wieso, aber die Koreaner können anscheinend alle gut singen.

Bamba dagegen… Naja… haha

Aber ich bin auch nicht besser…

3. Januar 2017

Heute bin ich noch einmal nach Shibuya gefahren um zu gucken, ob noch Fukubukuro übrig sind. Mein liebstes Shoppingcenter, mit den meisten Modegeschäften, Shibuya 109, hatte nämlich am 1. Januar geschlossen. Schock!

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Ein bisschen habe ich auch noch gefunden. Das waren dann wohl die unbeliebten Taschen. Aber ich fand sie trotzdem gut.

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