Krankenhaus, Krankenhausessen und Flüge

Disclaimer: Es folgt der wahrscheinlich langweiligste Blogpost der Welt. Es sind aber auch Bilder dabei, die vielleicht nichts für schwache Mägen sind. Also ihr seid gewarnt!

29. März 2017

Mir geht es immer noch schlecht und heute habe ich mich entschlossen ins Krankenhaus zu fahren um mir Schmerzmittel oder Antibiotika zu holen. Da ich noch nicht richtig laufen kann, habe ich es nicht geschafft zur Bahn zu gehen und habe mir ein Taxi bis zum Krankenhaus genommen. Ich bin mit Cappy und Mundschutz gefahren und sah entweder aus wie jemand, der eine Bank überfallen will, oder wie Michael Jackson. Ich hatte nur mein Handy und mein Gepäck mitgenommen um so wenig wie möglich tragen zu müssen.

Im Krankenhaus angekommen habe ich erst einmal einen Zettel ausfüllen müssen, der auf Japanisch war. Ich habe das Gefühl mein Gehirn funktioniert nicht richtig und ich war froh, dass eine Frau da war, die Englisch konnte. Die hat mir dann geholfen den Zettel auszufüllen und hat Fieber gemessen. Ich glaube ich hatte ca. 39 Grad Fieber und sie war ganz alarmiert. Bevor ich aber zu irgendeinem Arzt gehen konnte, musste ich eine Krankenhauskarte machen. Die sieht aus wie eine Kreditkarte mit meinem Namen drauf, einer Nummer und einem Magnetstreifen. Mit der Karte wurde ich dann zu verschiedenen Stationen im Krankenhaus geschickt, wo ich immer die Karte in einen Automaten gesteckt habe und dann eine Wartenummer bekommen habe und die Ärzte wussten gleich weshalb ich da bin und was sie machen sollten, ohne dass ich etwas erzählen musste.

Erst war ich bei einer Allgemeinärztin, die nach meinen Symptomen gefragt hat. Ich hab es ihr halb auf Englisch und halb auf Japanisch erklärt. Sie meinte sie hat einen Verdacht und hat ein paar Stationen in meine Karte eingetragen, zu denen ich gehen sollte.

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Erstmal bin ich zum Blut abnehmen und Urin abgeben gegangen. Danach ging es weiter zum Röntgen und dann zum CT. Zwischendurch war ich auch noch irgendwo anders, aber die Station habe ich irgendwie vergessen in meinem Fieberwahn. Alle Ärzte waren super nett zu mir. Zum Abschluss sollte ich wieder zu der ersten Ärztin gehen und dachte, dass ich dann gleich meine Medikamente bekomme und es mir hoffentlich bald besser geht. Im Büro der Ärztin hat sie mir dann meine Blutwerte und CT sowie Röntgen gezeigt und ganz viel erklärt und ich habe einfach nur darauf gewartet, dass ich die Medizin bekomme, bis sie plötzlich etwas von Hospitalization gesagt hat. Ich dachte ich höre nicht richtig. Sie hat etwas von 7 bis 10 Tagen gesagt, aber in 6 Tagen fliege ich ja nach Korea. Das habe ich ihr auch gesagt und sie meinte eventuell klappt es, wenn ich mich schnell erhole, aber wahrscheinlich nicht. Ich bin aber guten Mutes, dass es mir morgen wieder gut geht.

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Ich bin darauf hin ins Nebenzimmer gebracht worden, wo sie mich an einen Tropf gehängt haben und mich dann mit einem Rollstuhl durchs Krankenhaus gefahren haben um noch mehr Checks zu machen, an die ich mich kaum noch erinnern kann. Die Ärzte, bei denen ich vorher war, die mich jetzt im Rollstuhl gesehen haben, haben mich ganz mitleidig angeguckt. Vielleicht hatten sie gehofft, dass ich nicht bleiben müsste. Habe ich ja auch gehofft…

Ich wurde gefragt ob ich ein Einzelzimmer haben möchte oder mir eins teilen möchte, aber da ich kein Millionär bin habe ich das geteilte Zimmer genommen.

Ich teile mir mein Zimmer mit 3 anderen Frauen, aber alle Betten sind mit Vorhängen abgetrennt, so dass ich die anderen nicht sehen kann. Diese Vorhänge hatte ich schon bei meinen Dreharbeiten im Krankenhaus gesehen und jetzt kann ich bestätigen, dass sie wirklich benutzt werden.

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Ich hatte in der Zwischenzeit Subeen geschrieben, dass ich im Krankenhaus bleiben muss und sie war wahrscheinlich genauso erschrocken über die Nachricht wie ich. Sie hat bei der Arbeit gefragt ob sie früher gehen darf um mich zu besuchen und die meinten es sei okay.

Sie hatte auch gar keine andere Wahl als mich besuchen zu kommen, weil ich aus Versehen ihre Schlüsselkarte mitgenommen hatte. Ich dachte es wäre kein großes Problem, weil ich sowieso vor ihr wieder Zuhause sein würde, aber dem ist wohl doch nicht so. Also ist Subeen vorbei gekommen, hat ihre Schlüsselkarte geholt und mich bemitleidet, ist nach Hause gefahren und ist nochmal gekommen mit ein paar Sachen für mich, wie zum Beispiel Schlafsachen, Zahnbürste etc., Handyladekabel und alles was man so braucht. Ich hatte ja absolut nichts mitgenommen, weil ich wirklich nicht dachte, dass ich bleiben muss.

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Das war mein Ausblick für den Rest des Tages. Ich habe in dem Tropf starke Schmerzmittel bekommen, Wasser, fiebersenkendes Mittel und Antibiotikum, glaube ich. Das Schmerzmittel hat so gut getan, ich hatte fast schon vergessen, wie es sich anfühlt, wenn man keine Schmerzen hat. Und durch das fiebersenkende Mittel hab ich gleich gedacht ich wäre schon wieder gesund. Ich habe mich so fit gefühlt, dass ich den Ärzten sagen wollte, es sei alles wieder gut und ich könnte nach Hause. Also eigentlich habe ich das auch gesagt, aber die meinten dann, dass das nur das Medikament sei. Hat aber gut getan und endlich hatte ich auch mal wieder einen klaren Kopf, der nicht durch die Schmerzen vernebelt war.

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Auf meinem Bett war ein ganzes Kabelgewirr, welches in meinem Arm geendet ist.

Im Laufe des Tages sind eine Menge Ärzte und Krankenschwestern vorbei gekommen und haben sich vorgestellt und ich habe ihre Namen alle sofort wieder vergessen. Keiner von ihnen hat Englisch gesprochen, aber ich nehme es einfach als kostenlose Japanischstunden. Ich habe auch schon gelernt, was “Tropf” heißt – Tenteki.

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Dann gab es Abendbrot, aber ich konnte noch nichts essen, obwohl ich meine Schmerzen nicht mehr gemerkt habe.

Es gab Kartoffeln, Karotten, Fleisch, Kohlsuppe und Reis.

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Nachts war das Schmerzmittel dann schon wieder abgeklungen und mir wurde gesagt, dass ich ab jetzt nur noch Schmerzmittel in Pillenform bekomme, nicht durch den Tropf. Die brauchen aber etwas bis sie wirken und sind auch nicht so stark, weshalb ich nicht richtig schlafen konnte. Ich bin dann ein bisschen durch die dunklen Krankenhausgänge gegangen und habe vielleicht den ein oder anderen Patienten/Krankenhausmitarbeiter erschreckt.

30. März 2017

Ich konnte heute nicht viel machen. Hauptsächlich habe ich Schlaf nachgeholt, den ich ja in den letzten Tagen überhaupt nicht bekommen habe vor Schmerzen. Mit den Schmerzmitteln hier geht es aber. Allerdings werden wir um 6 Uhr morgens geweckt.

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Um 7 Uhr gibt es Frühstück. Ich habe aber immer noch keinen Hunger.

Es gab ein winzig kleines Fischstück, Reis, Misosuppe und Spinat mit irgendwas.

Ich habe auch einen Zettel bekommen, auf dem ich mein Essen für morgen auswählen kann. Es gibt auch ein westliches Frühstück. Da ich aber eh nicht essen kann, ist es mir relativ egal. Nach jedem Essen kommt aber eine Krankenschwester und fragt wie viel Prozent man von dem Essen gegessen hat. Bis jetzt konnte ich noch nicht mehr als 10 Prozent essen, aber ich gebe mir Mühe!

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Aus Mangel an interessanten Fotos, die ich hier im Krankenhaus machen kann, ist hier ein Foto von meiner Leselampe, dass ich wahrscheinlich aus Versehen gemacht habe.

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Und ein Bild von dem Tropf in meinem Arm 🙂 Ich erinnere mich noch dunkel daran, dass ich in Deutschland ein Verband um die Nadel hatte, so dass man sie nicht sehen konnte. Hier klebt aber ein durchsichtiges Pflaster drüber, so dass man immer sehen kann, wie die Nadel im Arm verschwindet.

Ich mag den Tropf, die Flüssigkeit fühlt sich so angenehm kühl an.

Zum Mittag gab es Curry, Banane und Salat. Eigentlich alles Sachen die ich suuuuuper gerne esse. Ich habe auch so ca. 15% geschafft zu essen. Allerdings war das nur ein Bissen von der Banane.

Zum Abendbrot gab es wieder ein kleines Stück Fisch, Reis, Suppe, Paprika und Kartoffelsalat. Ich habe versucht die Suppe zu trinken und ein bisschen was von dem Fisch zu essen.

Abends ist Subeen mich wieder besuchen gekommen.

Heute war Jazmins letzter Tag in Tokyo. Ich wollte ihr so gerne eine Abschiedsparty machen und mich richtig von ihr verabschieden können, aber leider hat es nicht geklappt und sie ist zurück nach Mexico geflogen, ohne dass ich sie nochmal sehen konnte. Das hat mich echt traurig gemacht.

31. März 2017

Gestern habe ich das westliche Frühstück gewählt, also habe ich es heute bekommen.

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Obwohl es westlich war, konnte ich es nicht essen. Besonders Brot und Reis kommt mir im Moment noch unmöglich vor. Die Krankenschwestern und Ärzte haben schon zu mir gesagt, dass ich mir auch etwas anderes zu Essen bringen lassen kann, wenn ich das japanische Krankenhausessen nicht mag, aber es liegt nicht am Essen. Ich kann einfach nicht…

Es gab eine cremige Suppe, Bohnen und Brötchen mit Butter oder Honig. Ich habe versucht die Bohnen zu essen.

Zu jedem Essen gibt es auch diesen Tee, der für mich nach Kaffeewasser schmeckt. Den kann ich absolut nicht trinken, aber zum Glück hat Subeen mir Wasser mitgebracht.

Zum Mittag gab es Kartoffeln, Reis, Fisch, Salat und eine Birne. Ich habe die Birne gegessen und ein bisschen vom Fisch probiert.

Ich war wieder am Tropf und habe Antibiotikum und Wasser bekommen.

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Ein Selfie von heute, das 100 mal besser aussieht als ich in echt aussehe. Der Filter macht mich nur schöner. Ich konnte heute duschen und mit den Schmerzmitteln habe ich es auch geschafft lange genug stehen zu können um zu duschen. Yay!

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Heute kam ein neuer Arzt, der mir meine Medikamente versucht hat auf Japanisch zu erklären. Ich habe die Hälfte verstanden, aber ich weiß nicht, ob ich es auf deutsch besser verstanden hätte.

Der Arzt hat sich super viel Zeit für mich genommen und wir haben auch über andere Sachen gesprochen, wie zum Beispiel Ninas und mein Urlaub in Okinawa, den wir bald buchen wollen bzw. müssen und er hat mir Tipps gegeben wo wir hingehen sollten. Ein super netter Arzt. Und ich dachte immer Ärzte im Krankenhaus haben nur ein paar Sekunden pro Patient am Tag, aber dieser Arzt hat bestimmt 30 Minuten mit mir gequatscht.

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Ich habe zwei dicke Winterdecken bekommen, weil ich so gefroren habe, wegen dem Fieber. Wenn mein Tropf fertig ist, steht der Tropfständer da an meinem Fußende und guckt mich an und ich gucke ihn an, weil ich hier einfach nichts anderes zu tun habe. Einen Fernseher gibt es zwar, aber für den müsste man bezahlen. Ich bin also froh über jede Ablenkung, jede Krankenschwester die kommt um etwas zu fragen, jeder Arzt der kommt um etwas zu erklären.

Zum Abendessen gab es wieder Reis, Suppe (die man auf dem Bild fast nicht sehen kann, weil sie so klar ist), ich glaube Spinat und etwas, das ich nicht kenne. Das Unbekannte habe ich versucht zu essen und es hat auch gut geschmeckt. Die Suppe auch.

Ich bekomme jetzt langsam Hunger, nachdem ich eine Woche lang jeden Tag so gut wie nichts gegessen habe, aber ich kann trotz Hunger noch nicht wirklich essen.

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Subeen ist nach der Arbeit wieder gekommen und hat Chicken Nuggets, Nudeln und Erdbeermilch mitgebracht. Ein Chicken Nugget habe ich geschafft, aber den Rest musste Subeen leider essen. Das tat mir wirklich leid…

1. April 2017

Heute habe ich wieder das westliche Frühstück gehabt.

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Toast, Omelette und Gemüse in Mayosoße (glaube ich).  Außerdem gab es Milch.

Das Gemüse habe ich gegessen, das Toastbrot kann ich noch nicht essen und Omelette esse ich ja sowieso nicht. Die Milch habe ich aber getrunken.

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Heute habe ich neue Beutel am Tropf bekommen. Das Fieber geht mit dem Tropf immer weg und ich fühle mich jeden Tag als wäre ich gesund geworden, aber nachts und besonders am nächsten Morgen, wenn die Medikamente nicht mehr wirken merke ich, dass ich doch noch Fieber und Schmerzen habe.

Die Krankenschwestern sehen auch nicht allzu glücklich aus, dass mein Fieber nicht weniger wird.

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Zum Mittag gab es mal wieder Fisch. Aber ich beklage mich nicht. Ich mag Fisch ja gerne.

Es gab auch wieder Reis, den ich immer noch nicht essen kann, Süßkartoffeln (? vielleicht…), Spinat und Birne. Die Birne und den Spinat habe ich gegessen und den Fisch zur Hälfte. Also vielleicht so ca. 40%? Ein Fortschritt!

Nina kommt ja bald nach Japan und wir haben noch nichts vorbereitet. Die Überlegung war ja, dass wir nach Okinawa fahren, was die Urlaubsinsel Japans sein soll. Auf den Bildern im Internet sieht es schön aus, aber ansonsten weiß ich nicht viel darüber.

Jedenfalls haben wir nicht mehr viel Zeit zu planen. Nach dem Krankenhaus will ich ja direkt nach Korea und dann kommt sie auch schon nach Japan. Deshalb haben wir heute bei Skype geredet und die Flüge nach Okinawa gebucht und einen Mietwagen gebucht. Um in Japan mit einem Auto fahren zu dürfen müssen Deutsche allerdings ihren Führerschein übersetzen lassen. Im Internet steht, dass es bis zu zwei Wochen dauern kann. Ich hoffe nicht…

Aber jedenfalls haben wir schon mal einen ungefähren Plan wo wir wann sind und was wir machen wollen. Das nimmt mir einen ganz schönen Stein vom Herzen.

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Weil ich meine Zimmernachbarinnen nicht stören wollte mit meinem Gespräch bin ich in den Gemeinschaftsraum gegangen und das war mein Ausblick.

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Zum Abendbrot gabs Reis.

Es war allerdings Ei mit drin. Aber da ich Reis gerade eh nicht essen kann macht das nichts. Stattdessen habe ich Apfelwackelpudding gegessen. Und Subeen ist mich wieder besuchen gekommen.

2. April 2017

Ich bin mir nicht mehr sicher welches Essen ich gestern gewählt hatte.

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Vielleicht ist es wieder das westliche?

Allerdings gab es Reis und Misosuppe, was ja stark nach japanischem Frühstück aussieht. Aber Würstchen gab es auch und ich weiß nicht, ob die zum traditionellen japanischen Frühstück dazu gehören. Vielleicht bin ich aber auch einfach unwissend.

Ich habe ca. 50% gegessen.

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Subeen hat mir gestern mein Harry Potter Buch mitgebracht, was mir meine Eltern kurz vorher aus Deutschland mitgebracht haben. Jetzt habe ich also endlich eine Beschäftigung hier.

Unter dem Buch sieht man meine Vokabelliste mit Krankenhausbegriffen und Übersetzung.

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Mittagessen.

Es gab Mandarine, Hühnchen mit Bohnen, Reis und Kartoffelbrei. Die Mandarinen habe ich komplett gegessen und auch die Bohnen. Fleisch und Reis…. nicht so…

Anscheinend will mein Körper hauptsächlich Gemüse und Früchte. Wenn das doch nur immer so wäre…

Abendbrot war Suppe, Fisch, Reis, Früchte und ein Gemüse/Seetang Salat. Den Salat, die Früchte, die Suppe und ein bisschen vom Fisch hab ich gegessen. Noch mehr Fortschritte! Vielleicht 60%? Subeen ist auch wieder zu Besuch gekommen 🙂

Die Autobuchung für Okinawa wurde heute bestätigt. Hoffentlich klappt alles..

3. April 2017

Heute hatte ich wieder das japanische Frühstück. Und ich habs bereut…

Es gab Natto, was ungefähr den Geschmack von Ohrenschmalz hat. Dazu Suppe, Reis und Brokkoli mit Paprika. Die Suppe habe ich gegessen. Das wars.

Heute haben sie mir gesagt, dass ich es auf jeden Fall nicht schaffe rechtzeitig aus dem Krankenhaus entlassen zu werden um nach Korea fliegen zu können. Ich will aber unbedingt nach Korea, also werde ich wohl oder übel meinen Flug stornieren und einen neuen buchen müssen.

Die Fluggesellschaft erstattet einem die Kosten für den Flug nicht, wenn man krank ist. Dafür ist ja eine Reiseversicherung da, die ich aber natürlich nicht abgeschlossen habe, weil ich ja “nie” krank bin. Pustekuchen.

Allerdings ist Subeens Mutter eine Löwin und hat so oft bei der Fluggesellschaft angerufen, bis sie meinten okay, wenn sie ein Schreiben vom Krankenhaus vorlegt, bekommt sie das Geld zurück.

Ich dachte mir Super! Das wird ja ganz einfach. Wurde es aber nicht. Krankschreibungen, wie wir sie in Deutschland haben, gibt es hier anscheinend nicht. Jedenfalls hat keiner so richtig verstanden was ich meinte, als ich danach gefragt habe.

Der Arzt, mit dem ich die beste Beziehung hier habe, meinte dann, dass er einen Brief schreiben kann. Als ich dann aber meinte, dass er auf Englisch sein muss, weil die Fluggesellschaft koreanisch ist und nicht japanisch, ist er ein bisschen blass geworden.

Er hat aber sein bestes gegeben 🙂

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Später ist Jiyeong vorbei gekommen, aber da habe ich leider geschlafen. Sie hat mir einen Brief dagelassen. Super lieb 🙂

Zum Mittag gab es Reis und Fisch, eine halbe Banane, Paprikasalat (?) und Bohnensalat. Die Banane, den Fisch und den Bohnensalat habe ich gegessen.

Mir wird jetzt langsam die Liebe von Japanern zu Reis und Fisch klar. Ich habe ja immer gedacht Reis ist für Japaner wie Kartoffeln für uns, aber soooo viele Kartoffeln essen wir dann glaube ich doch nicht. Vielleicht ist es eher wie unser Brot.

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Ich bin heute einmal kurz zum Eingang des Krankenhauses gegangen um zu gucken, ob die Kirschblüten schon blühen. Es sieht schon ein bisschen rosa aus draußen. Ich werde es wohl verpassen 😦

Zum Abendbrot gab es Reis, Suppe, Fisch und Spinat. Bis auf den Reis habe ich alles gegessen. Ich will ja schnell gesund werden.

Heute Abend habe ich zusammen mit Subeen meine neuen Flüge nach Korea gebucht. Einen Tag später und mit einer anderen Fluggesellschaft, weil die andere komplett ausgebucht war.

Ich habe jetzt kein Fieber und keine Schmerzen mehr.

4. April 2017

Ich wähle jetzt meistens das japanische Frühstück, weil da zumindest immer ein paar Sachen dabei sind, die ich essen kann. Beim westlichen Frühstück ist es ja größtenteils nur Brot und Brot will ich nicht.

Heute hab es ein Ei (jippie…), Suppe, Reis und Bohnen, die, wie um mich zu ärgern, ein einzelnes Stück Paprika mit drin hatten. Die Suppe hat gut geschmeckt.

Das Mittagessen war gut. Salat, Früchte, Reis, Seetangsalat und Klöße die ich nicht gegessen habe. Aber die beiden Salate mochte ich, genau wie die Früchte auch. In letzter Zeit bin ich fast immer bei 50%.

Morgen kann ich aus dem Krankenhaus gehen. Deshalb kam heute eine neue Ärztin vorbei, die mir meine Medikamente, die ich in Korea nehmen muss, erklärt hat.

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Sie ist kurz weggegangen und als sie wiederkam hatte sie die Infos auf deutsch auf den Zettel geschrieben. Ich weiß nicht, ob sie deutsch konnte oder ob sie einen Übersetzer benutzt hat, aber ich finde es total süß ❤

Leider kann ich fast nicht erkennen was es heute zum Abendbrot gab. Gemüsesalat und Reis und Suppe, das weiß ich. Aber das andere…. Klöße und eine andere Gemüseart(?)

Ich habe wieder ca. 50% gegessen.

Subeen ist mich heute nicht besuchen gekommen, weil sie ja heute schon nach Korea geflogen ist. Sie war aber wirklich jeden Tag hier. Die Arme… die letzten Tage waren für sie bestimmt schlimmer als für mich.

5. April 2017

Heute kann ich endlich gehen!

Zum Abschluss gab es nochmal eine Menge Gemüse, Misosuppe, Reis und Milch. Perfekt! Bis auf den Reis habe ich alles gegessen!

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Mein Armband, das mich die letzte Woche begleitet hat und das jedes Mal gescannt wurde, wenn ich einen neuen Tropf bekommen habe.

Ich konnte dann relativ schnell und unkompliziert gehen. Ich hätte mich gerne noch von meinen Krankenschwestern und Ärzten verabschiedet, aber wie es bei Ärzten und Krankenschwestern nun mal so ist, sind sie schwer beschäftigt gewesen und ich konnte sie nicht finden. Aber in einem Monat muss ich nochmal zur Nachuntersuchung kommen, vielleicht sehe ich dann ein paar von ihnen wieder.

Ich bin dann heute schnell nach Hause gefahren und habe meinen Koffer gepackt und morgen geht es dann weiter nach Korea!

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