Selbstgemachte Takoyaki, Disneyland und eine Bahn ohne Fahrer

3. Juli 2017

Heute sollte ich mich vormittags mit einem Schüler treffen (der gleiche, der letzte Woche nicht gekommen ist), aber er ist wieder nicht gekommen. Ich hatte das schon erwartet und habe deswegen unseren Treffpunkt nicht all zu weit von mir Zuhause festgelegt, damit ich zu Fuß hingehen kann.

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Die Station heißt Ocha no Mizu, was “Wasser von grünem Tee” bzw. “Grüner Tee-Wasser” bedeutet. Ich fand den Namen immer komisch, aber jetzt habe ich informiert und der Name kommt daher, dass das Wasser für den Tee für den Shogun in der Edo-Zeit aus diesem Fluss genommen wurde. Wieder was gelernt.

Abends war ich mit Subeen im Katzencafé in Akihabara, weil ich meine Katzen vermisse und mal wieder eine Katze streicheln wollte.

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Heute waren nicht so viele Leute da wie sonst. Vielleicht weil Montag ist?

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Eine noch ganz ganz kleine Katze war da 🙂 Die hatte noch ein richtiges Babygesicht ❤

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Diese Katze saß die ganze Zeit in dieser Position. Sieht nicht besonders bequem aus, aber ich kann das natürlich nicht so gut beurteilen wie sie.

Und eine Katze hatte ganz besonderes Interesse an Subeens neuem Pullover.

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Hach, es war schön mal wieder in der Gesellschaft von Katzen sein zu können. Ich hätte auch gerne ein Katzencafé. Im Grunde muss man ja nur einmal einen schönen Raum einrichten, einen Getränkeautomaten reinstellen, sich ein paar Katzen besorgen und dann wartet man einfach auf Kunden und kann den ganzen Tag mit Katzen spielen, sie streicheln etc. Klingt doch perfekt 😀

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Auf dem Weg nach Hause haben wir einen super schönen Himmel gesehen. Sonnenuntergänge sieht man hier eher selten, weil meistens Hochhäuser im Weg sind. Außerdem geht die Sonne hier auch viel schneller unter. Wenn man einmal zu lange blinzelt ist sie plötzlich weg und alles ist dunkel.

4. Juli 2017

Heute hatte ich vormittags wie immer Schule.

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In unserem Fahrstuhl habe ich gesehen, dass es “Open” und “Close” Knöpfe gibt. Normal hier in Japan sind entweder Pfeile auf den Knöpfen, oder die Kanji für öffnen und schließen.

Meine Schule ist nur klein und nur auf zwei Stockwerken, was bedeutet, dass wir uns den Fahrstuhl mit anderen japanischen Firmen teilen und heute habe ich eine japanische Frau im Fahrstuhl getroffen, die, ganz nach japanischer Art, versucht hat den “Öffnen”-Knopf zu drücken, während ich eingestiegen bin. Allerdings konnte sie wohl kein Englisch und hat auf “Close” gedrückt, so dass mich die Tür fast erschlagen hätte. Sie hat sich tausend Mal entschuldigt, aber ich fand es eigentlich beruhigend zu wissen, dass die Japaner genauso Probleme mit den Knöpfen haben, wenn sie auf Englisch sind, wie ich, wenn sie auf Japanisch sind. Ich habe auch schon ein paar Mal versehentlich die Tür geschlossen statt sie aufzuhalten. Ich konnte mir die Kanji eine lange Zeit einfach absolut nicht merken, die sehen sich auch noch so ähnlich… Aber mittlerweile geht es meistens, außer wenn ich im Stress bin, dann passiert es noch manchmal.

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Weil ich eine längere Wartezeit zwischen der Schule und meinem nächsten Termin hatte, bin ich zum Wimpern machen gegangen, weil ich das schon länger nicht gemacht hatte und ich sie echt vermisst habe. Hier wird es auch viel besser und natürlicher gemacht als in Deutschland. Und selbst wenn man jemanden in Deutschland findet, der es genauso gut kann, kostet es wahrscheinlich das doppelte bis dreifache 😦

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Innen sieht es so aus und es wird immer Disneymusik gespielt. Die Stühle werden zu Liegestühlen, wenn man sich drauf setzt und dann liegt man für eine Stunde mit geschlossenen Augen da. Es ist echt schwierig dabei nicht einzuschlafen. Aber hier schläft man ja eigentlich sowieso immer überall.

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Danach bin ich nach Futako-Tamagawa gefahren um mich mit meiner ehemaligen Chefin zu sprechen.

Futako-Tamagawa ist überraschend grün im Vergleich zum Rest von Tokyo. Meine Augen sind gar kein grün mehr gewöhnt.

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Wir haben hier momentan täglich um die 33 Grad und es ist fast unerträglich. Man rennt von Klimaanlage zu Klimaanlage um nicht zu schmelzen. Ab und zu gibt es auch solche Gebilde wie das hier, die einen feinen Nebel versprühen, der auch ein bisschen kühlt.

Mit meiner ehemaligen Chefin habe ich dann gesprochen und ich werde im September wieder 4 Mal die Woche im Kindergarten arbeiten und Ende Juli fahre ich zusammen mit den anderen, die in dem Kindergarten arbeiten zu einem Summer Camp, wo japanische Kinder Englisch lernen können.

Abends war ich mit Subeen in der Nähe von unserer Bahnstation Takoyaki essen. Allerdings bestellt man die nicht einfach und isst sie, sondern in diesem Restaurant macht man sie selbst. In Japan gibt es zwar mehrere Gerichte, die man selbst zubereitet im Restaurant, zum Beispiel Yakiniku (gebratenes Fleisch) oder Okonomiyaki (Kohl-Kartoffel-Gemüse-Irgendwass-Puffer) aber Takoyaki macht man meistens nicht selbst, weil das doch etwas schwierig ist.

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Unsere Platte. Links für Okonomiyaki oder Yakisoba (gebratene Nudeln) und rechts für Takoyaki.

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Die Zutaten für unsere Takoyaki.

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Die “Soße” die später zu dem Takoyaki-Teig wird.

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Erst gießt man die Soße zur Hälfte in die Takoyakiformen und wartet bis sie ein ganz klein bisschen fest wird. Dann kommt jeweils ein Stück Tintenfisch dazu.

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Danach kommen die restlichen Zutaten dazu.

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Und zum Abschluss gießt man die Soße über das komplette Blech, so dass man die Formen nicht mehr sieht und dann wird gewartet.

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Irgendwann ist es dann so weit, dass der Teig fester wird und die runde Form von dem Blech annimmt. Dann muss man versuchen die Bällchen irgendwie umzudrehen, so dass der schon feste Teil oben ist und der noch flüssige Teig unten in der Form landet und gleichzeitig muss man auch noch den umliegenden Teig irgendwie versuchen mit einzubeziehen. Dabei darf aber auf keinen Fall die schon fertige Hälfte kaputt gehen. Das Ganze schien uns ziemlich unmöglich, aber wenn man zu sehr mit seinen Takoyaki kämpft, kommt meistens ein Kellner vorbei und hilft einem. Unser Kellner hat ungefähr 2 Sekunden für einen Ball gebraucht, was bei uns jeweils ca. 3 Minuten gedauert hat.

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Wir haben es dann aber doch irgendwann mit Müh und Not hinbekommen und unsere Bälle sahen auch tatsächlich rund aus (ein bisschen).

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Ich bin schon ein bisschen stolz 😀

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Und das Meisterwerk, fertig dekoriert.

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Okonomiyaki haben wir auch noch gegessen und das sollte eigentlich einfacher zu machen sein. Wir sind aber trotzdem gescheitert und haben ihn dann mit einer verbrannten Seite gegessen.

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Auf dem Weg nach Hause hat es dann (endlich mal wieder) geregnet.

5. Juli 2017

Heute hatte Subeen frei und weil es noch bis nächste Woche Rabatt auf den Eintritt vom Disneyland gibt, wenn man an einem Wochentag hingeht, dachten wir, wir nutzen das aus und sind hingefahren.

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Subeen vom zweiten Stock aus.

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Wir wollten die Karten vorher im Konbini kaufen, damit wir nicht anstehen müssen. Die Karten kann man an dem Kopierer kaufen, der in jedem Konbini steht. Verrückt. Allerdings gab es bei dem Kopierer den Rabatt nicht, so dass wir uns doch entschieden haben die Karten dort zu kaufen.

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Und dann haben wir die Menschenmassen gesehen, die dort anstanden.

Ganze zwei Menschen waren vor uns dran. Ich habe neulich gelesen, dass die Besucherzahlen im Disneyland Tokyo abnehmen und der Grund dafür ist, dass alle denken, dass immer zu viele Menschen da sind. Wie ironisch. Im Gegensatz dazu, was das Bild hier vermuten lässt, waren aber trotzdem viele Menschen da.

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Es war den ganzen Tag fast unerträglich heiß, so dass man fast dankbar war, wenn man eine Stunde lang für eine Bahn anstehen musste, weil die Schlage drinnen mit Klimaanlage war. Um 6 Uhr hat es dann aber plötzlich für 30 Minuten wie aus Eimern geschüttet. Und danach war es ein bisschen erträglicher.

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Churros in Mickeyform

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Disneyland ist mein Happy Place. Hier bin ich immer glücklich ❤ Schade, dass wir keins in Deutschland haben.

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Mickey sieht noch ziemlich gut aus dafür, dass er schon 88 ist. In 12 Jahren wird er also 100. Da gibt es bestimmt eine riesige Party in allen Disneylands dieser Welt. In irgendeinem möchte ich dann auf jeden Fall feiern.

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Ich habe mir selbst eine Postkarte geschrieben, weil die mit einem limitierten Disneyland-Stempel gestempelt wird und da ich ja jetzt Stempel sammel, brauche ich den natürlich auch 😀

Hier ist ein kleiner Zusammenschnitt von den Videos, die ich heute gemacht habe. Subeen ist heute zum ersten Mal Achterbahn gefahren. Eigentlich hat sie vor allem Angst, auch vor Achterbahnen, aber heute hat sie sich getraut und es hat ihr sogar Spaß gemacht. Yay!

6. Juli 2017

Heute hatte ich ein Shooting und musste dafür mit der Yurikamome Line fahren. Das ist eine Bahnlinie hier, die erhöht fährt, so dass man die Stadt und auch das Wasser gut sehen kann. Das besondere an ihr ist aber, dass sie komplett ohne Fahrer fährt. Ich wusste das nicht und wollte eigentlich nur einen anderen Sitzplatz suchen, da ist mir aufgefallen, dass etwas fehlt – Die Fahrerkabine.

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Der Blick nach vorne.

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Und direkt aus dem vorderen Fenster raus. Das hat mich so fasziniert, dass ich fast meine Station verpasst hätte. Ich war auch die einzige in der Bahn, so dass ich mir den besten Platz nehmen konnte und ich habe auch ein paar Videos gemacht, falls es jemanden interessiert.

Das letzte Video ist länger, aber ich finde es schön anzugucken. Faszinierend, so ganz ohne Personal an Bord. Wenn man wirklich komplett allein in der Bahn ist.

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Auf dem Weg zum Shooting.

Das Shooting heute, war nicht schlecht, wir waren ein Fakepublikum, was bedeutet, dass wir nur sitzen und klatschen mussten. Am Ende taten meine Hände weh, aber immerhin war ich nicht so kaputt wie sonst immer.

Nachtrag 1. August
Das Video ist jetzt draußen, man sieht mich aber nicht.

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Gegen Abend hat es wieder ein bisschen geregnet. Ich fand die Wolken schön.

7. Juli 2017

Ich habe mich heute mit einem Schüler getroffen und bin danach zu einem Job gefahren. Es war der gleiche Job wie letzten Monat, als ich die neuen Uniformen für eine Marke anprobieren sollte. Diesmal haben sie die Kleidung auf meine Maße geändert und sie saßen echt gut. Es war ein komisches Gefühl Klamotten zu tragen, die genau auf einen zugeschnitten ist. So müssen sich die Könige von damals gefühlt haben, oder auch die Reichen von heute. Fühlt sich gut an. Ein paar Änderungen nehmen sie noch vor und ab nächstem Jahr tragen alle Mitarbeiterinnen in Amerika und Europa Uniformen, die auf mich zugeschnitten sind 😀

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Auf meinem Weg nach Hause gibt es unzählige Perlen- und Ledergeschäfte. Ich glaube meine Gegend ist dafür bekannt.

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Abends war ich mit Subeen koreanisch in unserer Gegend essen.

8. Juli 2017

Heute bin ich zur Schule gegangen, weil ich gestern nicht hingehen konnte. Ich mag die Klasse am Freitag sowieso nicht so gern, weshalb es mir nicht schwer gefallen ist diese Woche in eine andere Klasse zu gehen.

Danach habe ich mich mit einem neuen Schüler getroffen, der Filme produziert und vor allem deutsche Filme liebt. Er kannte weitaus mehr deutsche Filme und Filmemacher als ich. Ups…

9. Juli 2017

Heute habe ich mich zum Mittagessen mit einem Freund getroffen und wir haben Sushi gegessen. Danach musste ich gleich weiter nach Shinjuku um mich mit einem Schüler zu treffen. Und direkt im Anschluss daran habe ich mich mit Subeen getroffen und wir sind in unser wöchentliches Café gegangen.

Diese Woche waren wir im Café & Books Bibliotheque in Yurakucho. Bücher habe ich da nicht gesehen, aber es gab viele hübsche Smoothies.

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1700Yen… Den Preis wussten wir erst, als wir angekommen sind. Wir haben uns dann einen geteilt X.X

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