Taifun, Sunshine City und mein erstes Aquarium

7. August 2017

Heute habe ich nicht viel gemacht.

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Ich war mit Subeen Essen und habe mich dann Zuhause vor dem Regen versteckt.

Hier soll ein Taifun gewesen sein (auf Japanisch heißt Taifun übrigens nur Taifuu). Der Taifun war schon länger Gesprächsthema Nummer eins hier. Meine Schule hat sogar eine Email geschrieben, dass vielleicht kein Unterricht stattfinden kann, wenn es zu heftig wird. Ich habe mir das ganze irgendwie krasser vorgestellt. Es sah einfach aus wie starker Regen.

8. August 2017

Die Schule konnte doch stattfinden, oh Wunder. Gleich morgens war ich also in der Schule und habe mich danach mit zwei Schülern getroffen und danach mit meinem Sprachaustauschpartner. Das klingt jetzt zwar nach nicht so viel, aber danach war der Tag eigentlich vorbei.

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Unterwegs habe ich ein Poster für die Internetseite gesehen in deren Werbung ich vor kurzem war bzw. nicht zu sehen war.

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Zuhause habe ich dann seit laaaaanger Zeit mal wieder fern geguckt, aber nur weil ich zu sehen war. Es war eine Geschichte über ein magersüchtiges Mädchen und ich war ihre Schulfreundin in Schuluniform aus der Mittelschule. Anscheinend können Japaner das Alter von Weißen genauso schlecht einschätzen wie wir deren Alter. Leider habe ich es nicht geschafft ein Foto von mir zu machen, weil ich nur kurz zu sehen war.

9. August 2017

Heute ist ein Freund von mir, Hiroto, von Tsu (Mie-Präfektur) nach Tokyo gekommen.

Wir sind zusammen nach Ikebukuro gefahren, weil ich da auch noch nie war.

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Zum “Frühstück” gab es einen Schoko-Mint-Drink.

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Wir sind dann Richtung Sunshine City gegangen. Das ist ein Gebäudekomplex hier in Ikebukuro mit dem ehemals höchsten Gebäude Asiens, das Sunshine 60, das 60 Stockwerke hat. Danach wurde in Seoul das 63 Building gebaut, welches noch höher war. Mittlerweile ist das höchste Gebäude in Asien der Burj Khalifa in Dubai mit 163 Stockwerken und an zweiter Stelle der Shanghai Tower mit 128 Stockwerken in China.

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Es ist gerade Pokemon Week hier und überall sieht man Promoter die irgendetwas mit Pokemon anbieten. Rallyes, Stempel, Gewinnspiele etc.

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Wir sind aber nach Namja Town gegangen. Das ist ein Abenteuerpark in einem der Gebäude in Sunshine City. Der Park ist von einer Videospielfirma gemacht, aber er hat nicht so viel mit den Videospielen zu tun. Es gibt “Achterbahnen”, Haunted Houses etc., aber wenn man das nicht nutzen will, kann man sich auch einfach ein Eintrittsticket für 500 Yen kaufen und dann drin rumlaufen und sich die Sachen angucken und wenn man möchte kann man sich dann trotzdem noch Tickets für Achterbahnen kaufen.

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Drinnen gab es eine Straße, in der nur Stände waren die Gyoza verkaufen. Wenn man Japaner nach typisch japanischem Essen fragt kommt irgendwann auch Gyoza auf, aber dann gucken sie ganz verschämt und flüstern einem zu “Eigentlich kommen Gyoza aus China, aber wir sagen immer, dass sie aus Japan kommen”. Es ist also sozusagen ein offenes Geheimnis, worüber man aber nicht laut sprechen darf.
Wie dem auch sei, ich lieeebe Gyoza und in Hamburg hat mich Haruka auch mal auf eine “Gyoza-Party” mitgenommen, wo alle zusammen Gyoza machen und dann später essen.

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Hier gab es Gyoza aus allen möglichen japanischen Regionen zu probieren.

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Wir hatten Miso-Gyoza und Cheese-Gyoza.

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Es gab auch niedliche Eis- und Crepeläden und Bäckereien.

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Ich hab mir ein Häschen-Eis geholt.

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In dem Park gab es ein ganz besonderes Maskottchen, dass den Kindern beim Kanjilernen helfen sollte. Es heißt Unko und ist tatsächlich das, wonach es aussieht. Ein Kackhaufen… Sorry. Der Erfinder meinte, dass Kinder fasziniert davon sind und so einfacher Kanji lernen können.

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Er war überall. An den Wänden, an der Leine, im Käfig, als “Schaukelpferd” etc.

unko kanji drill

So sehen die Kanjilernbücher für die Kinder dann aus.

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Wir haben auch Puris gemacht. Nach Namja Town sind wir dann ins Sunshine City 60 gegangen um uns Ikebukuro von oben anzusehen. Im 60. Stock ist die Aussichtsplattform aber man muss ein Ticket kaufen und deshalb haben wir uns beschlossen einfach in den 59. Stock zu fahren, wo alle Restaurants und Cafés waren und haben von da aus runter geguckt.

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Die Aussicht war gut und das Wetter super (Wenn man von drinnen raus geguckt hat jedenfalls. Draußen war es extrem schwül). Ich weiß nicht, ob wir von einem Stockwerk höher noch eine bessere Aussicht gehabt hätten, aber ich glaube es irgendwie nicht…

Danach sind wir ins Planetarium gegangen, weshalb wir überhaupt erst nach Ikebukuro gefahren sind. Das Programm das wir angesehen haben hieß Starlight Healing und ist dafür gedacht sich vom stressigen Alltag in der Großstadt erholen zu können. Wir haben zum Beispiel Wälder oder Wasser gesehen und passend zu dem, was man gesehen hat, gab es auch immer ein Aroma. Zum Beispiel ein Waldaroma etc. Es war wirklich sehr entspannend und ein paar Mal bin ich eingeschlafen.

Dann musste ich nach Hause, weil ein Paket für mich zwischen 4 und 6 ankommen sollte.

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Und jetzt habe ich eine neue Polaroidkamera. Die ist im Moment im Angebot und hat ca. 50€ gekostet. Dafür sind die Filme aber teuer. 10 Fotos für ca. 5€ geweils. Sie ist also nur für besondere Anlässe.

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Am Abend habe ich Subeen dann in eine Bar begleitet, in der ihr Chef den DJ gemacht hat. Es war eine typische kleine japanische Bar, wo fast nur Menschen aus der Firma waren plus zwei andere.

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Die Bar hieß Extrawelt. Wir sind aber relativ früh wieder nach Hause gegangen weil wir beide echt kaputt waren.

10. August 2017

Heute hatte ich ein Werbeshooting in dem ich wieder ein Extra bin.

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Früh Morgens um 6 ging es los. Das killt mich jedes Mal… Wie immer kann ich nichts von dem Shooting schreiben…

11. August 2017

Heute habe ich absolut gar nichts gemacht, außer zu schlafen. Die letzten Tage haben mich irgendwie echt geschafft.

12. August 2017

Im Moment ist das Obon-Festival, an dem die Japaner den Toten gedenken. Es wird deshalb gesagt, dass Tokyo zu dieser Zeit menschenleer ist, weil alle in ihre Heimatstädte zurückfahren um mit ihren Familien zusammen zu sein. Klar – es ziehen sehr viele nach Tokyo, wenn sie anfangen zu arbeiten, aber es gibt ja trotzdem auch Menschen, die wirklich aus Tokyo kommen und deshalb nicht “zurück” zu fahren brauchen. Die Straßen sind also nicht menschenleer, aber nicht so überfüllt wie sonst.

Ich war am Abend kurz in Ginza um mich mit einem Schüler zu treffen und bin dann gleich wieder nach Hause gefahren.

13. August 2017

Heute sind Subeen und ich nach Shin-Okubo gefahren und haben Chicken gegessen.

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Wir waren im Partnerlook unterwegs, aber das erkennt man leider nicht so wirklich.

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Ich hatte heute roten Lippenstift. Daran muss man sich erstmal gewöhnen. Auch dass man sich plötzlich nicht mehr einfach quer durchs Gesicht fahren kann ohne wie ein Psychopath aussehen zu wollen.

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In Shin-Okubo waren wir in einem Aquaiumladen, in dem ich eigentlich nur die hübschen Fische angucken wollte. Allerdings gab es auch ganz kleine Aquarien für 1000 Yen mit nur zwei kleinen alten Fischen drin, die wahrscheinlich nicht mehr verkauft werden können. Eigentlich ist das Glas wahrscheinlich zu klein für Fische, ich würde auch keine größeren Fische reinsetzen, aber diese Fische haben wahrscheinlich eh kein Gehirn um sich darüber Gedanken zu machen ob ihr Glas zu groß oder zu klein ist.

Jedenfalls habe ich jetzt mein erstes eigenes Aquarium und werde meine neuen Babys jeden Tag füttern.

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